yvi + chaste
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sie ist das licht in deinem herzen


"Ich bin ein Hippie, und ich liebe es und ich bin stolz darauf und ich stehe dazu." Mein Name ist Nicole, aber niemand nennt mich so. Spitznamen habe ich viele. Oder sind es schon Pseudonyme? Namen für meine verschiedenen Seiten? Nein. Ich bin Siebzehn, mal benehme ich mich reifer, mal jünger. Ich denke nicht viel über mein Alter nach. Ich habe ein Sternzeichen, aber ich interessiere mich nicht dafür. Ich bin in New York aufgewachsen, aber sitze nun in Dresden fest. Ich will Medizin studieren. Ich will die Welt verändern. Ich will die Beste sein. Ich will meine Träume verwirklichen. Aber dafür bin ich wohl zu pessimistisch. Ich wäre gerne stärker. Ich bin nicht mal ansatzweise so stark, wie ich wirke. Mein Leben ist durch vieles gekennzeichnet. Sei es Musik, ohne die ich nicht leben kann; Sei es Poesie durch die ich atme; Sei es Sport den ich brauche um frei zu sein; Sei es gar die Liebe zu meinen Mitmenschen. All dies bin ich. All dies und nichts.

sie ist die sonne, die für dich scheint


Es wird Zeit über mich selbst nachzudenken. Ich habe nie wirklich geglaubt, dass ich in der Lage wäre mich selbst gut einzuschätzen. Aber es ist einen Versuch Wert. Es kommt mir vor als wäre ich gewachsen und jetzt habe ich einen Moment der Klarheit. Was ist es eigentlich, dass mich zu einem Individuum macht? Was ist Besonders an mir und was macht mich aus?

Ich fange bei den Dingen an, die mit Sicherheit vollkommen wahr sind, egal wie man sie betrachtet. Mein Name ist Nicole. Meine Freunde nennen mich jedoch selten so. Ich habe eine große Anzahl an niedlichen Spitznamen. Aber ich will diese hier nicht auflisten. Wichtig ist, dass ich oft als „Sonnenschein“ gerufen werde. Ja, ich zähle zu den Menschen, die fast jeder lieb hat. Die Menschen die zu jedem lieb sind, die jeder mag und die immer strahlen. Das bin ich. Aber dazu später.

Ich bin Siebzehn Jahre alt. Ich habe in meinem Leben schon viel durchgemacht. Einige Umzüge (ich bin in den USA aufgewachsen), einige Tiefschläge, aber auch schone Erfahrungen haben mein Leben bereichert. Ich bin durch die Hölle gegangen und durch den Himmel geflogen. Ich habe Essstörungen, Drogenprobleme und extreme Depressionen durchgestanden. Aber ich habe all das überlebt. Jetzt gerade, bin ich reif genug um zu erkennen, dass all dies hinter mir liegt und ich mich davon nicht mehr einholen werde lassen. Ich sage das mit Bestimmtheit. Ich will es so. Es wird so sein.

Ich bin das Kind meiner seit 25 Jahren verheirateten Eltern und die große Schwester meiner drei kleinen Schwestern. Meine Familie ist mir wichtig. Meine Freunde sind mir wichtig. Ich bin mir nicht mehr wichtig, aber ich versuche gerade genau daran zu arbeiten.

Als ich klein war, habe ich nie gerne geteilt. Das war eine positive Eigenschaft. Heute bin ich anders. Ich bin – das kann ich mit gutem Gewissen sagen – zu gut für diese Welt. Ich will jedem helfen und für jeden da sein, aber das ist schwer. Ich bleibe mir selbst so selten treu. Ich werde so oft verletzt. Es tut weh zu wissen, dass man sich jeden Tag mehr weh tut. Aber Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

Ich bin immer gut drauf, lustig, nett. Ich strahle immer. Egal wie mies es mir geht, ich zeige es niemals. Wie bereits erwähnt, mag mich jeder. Klar, viele Leute würden alles dafür geben so beliebt zu sein, aber ich würde viel lieber verstanden werden. Doch das werde ich nicht. Niemand macht sich wirklich Gedanken darum, wie es mir tief im Inneren geht. Meine engen Freunde wohnen zu weit weg, als dass ich sie groß mit meinen wahren Sorgen belasten wollte. Meine anderen Freundschaften sind einfach nicht intensiv genug, als dass ich genug Vertrauen in die Leute hätte. Stattdessen schreibe ich lieber.

Ich bin natürlich gerne für andere da. Ich helfe gerne. Ich will helfen. Ich will, dass diese Welt ein besserer Ort wird. Ich baue jeden auf, ich helfe jedem, ich mache keinen Unterschied. Aber selten, viel zu selten, kommt etwas zurück, was mir helfen würde. Darum bitten? Mit der Faust auf den Tisch schlagen und sagen „Jetzt reicht’s“? Niemals würde ich das tun. Mir würde das sowieso niemand abgeben. Ich bin doch der Sonnenschein. Die Sonne hat keine Probleme.

Ich tue mir selbst weh. Psychisch und auch Physisch. Ich komme mit mir nicht mehr klar. Ich verstehe mich selbst nicht. Aber ich arbeite daran. Und es wird besser. Langsam, aber sicher. Mein Ziel ist es, irgendwann einfach nicht mehr masochistisch zu sein. Denn das ist genau, was ich jetzt bin. Eine Masochistin. Das will ich nicht mehr. Ich werde wieder ein ganzer Mensch. Ich werde wieder ich selbst sein.


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